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Taschendiebe auf Mallorca

Mallorca ist ein sehr sicheres Reiseziel. Doch wie an jedem beliebten Urlaubsort sind auch hier Taschendiebe auf der Suche nach einer günstigen Gelegenheit. Wer deren Tricks kennt und weiß, wie man sie effektiv abschreckt, ist bestens geschützt.

Wir haben auf dieser Seite die folgenden Informationen für Sie zusammengestellt:

✔︎ Gefahrenzonen auf Mallorca
✔︎︎ Gelegenheitsdiebstähle und wie Sie sich davor schützen
✔︎ Hinterlistige Betrugsmaschen und wie Sie diese umgehen
✔︎ Wer gehört zur Hauptzielgruppe von Taschendieben?
✔︎ So vermeiden Sie es, ins Visier von Kriminellen zu geraten
✔︎ Urlaubsvorbereitung: Schadensbegrenzung für den Ernstfall
✔︎ Was zu tun ist, wenn Sie auf Mallorca Opfer eines Diebstahls werden
✔︎ Wichtige Notfallkontakte

Ein kurzer Hinweis zur Sprache

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir auf dieser Seite für Taschendiebe und Kriminelle die männliche Form. Dies versteht sich als geschlechtsneutral. Bitte bedenken Sie, dass auch Frauen unter den Tätern sein können.

Gefahrenzonen auf Mallorca

Taschendiebe nutzen gezielt Momente der Ablenkung aus. Seien Sie daher an den folgenden Orten besonders wachsam und behalten Sie Ihre Wertgegenstände generell in Menschenmengen stets im Blick.

  • Strandpromenaden: Zum Beispiel die belebten Promenaden in S’Arenal, Magaluf, Playa de Palma und anderen stark frequentierten touristischen Gebieten.
  • Stadtzentrum von Palma: Insbesondere in den engen Gassen rund um die Kathedrale von Palma (La Seu), an der Plaza Mayor und auf dem Passeig del Born.
  • Beliebte Touristenorte: Besonders in der Hochsaison, wenn es in den Orten voll wird.
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Busse in Palma und in vielen beliebten Ferienorten können zeitweise sehr überfüllt sein… ein ideales Jagdrevier für Taschendiebe!
  • Der Intermodal-Bahnhof in Palma sowie stark frequentierte Bushaltestellen auf der gesamten Insel.
  • Der Flughafen: Zum Beispiel bei der Ankunft, an der Gepäckausgabe oder in den Warteschlangen vor den Bus- und Taxiständen.
  • Märkte: Belebte Wochenmärkte, die überall auf der Insel stattfinden.


Gelegenheitsdiebstähle

Diebe auf Mallorca wenden selten Gewalt an; sie nutzen Momente der Ablenkung. Die bei weitem häufigste Methode, der Sie in den Touristengebieten Mallorcas begegnen werden, ist der opportunistische Taschendiebstahl.

Während es einige bekannte Betrugsmaschen wie den „Vogelkot-Trick“, die „Umarmungsmasche“ und viele andere gibt (siehe unten), handelt es sich dabei um sehr spezifische Inszenierungen. Gelegenheitsdiebstähle sind weitaus verbreiteter, da sie mit geringem Aufwand verbunden sind und keine komplexe Vorbereitung erfordern; die Täter müssen lediglich einen günstigen Moment abpassen, in dem Sie abgelenkt sind oder sich in einer Menschenmenge befinden.

Taschendiebe benötigen kein spezielles Setting; ihnen reicht ein überfüllter Bus, ein belebter Markt oder eine Warteschlange an einer Sehenswürdigkeit. Die Kriminellen fügen sich perfekt unter die anderen Touristen ein. Sie machen sich die typische Urlaubsstimmung zunutze: Man ist von der neuen Umgebung fasziniert, muss sich im Nahverkehr orientieren oder lässt die gewohnte Vorsicht einfach ein wenig schleifen – schließlich ist man im Urlaub.

An stark frequentierten Orten wie der Kathedrale von Palma oder den Strandpromenaden laufen stündlich Tausende Touristen vorbei. Selbst wenn nur einer von hundert unvorsichtig mit seiner Tasche umgeht, macht die Masse das Ganze zu einem lukrativen „Geschäft“ für die Diebe.

Vorgehensweise

Während andere Betrugsmaschen oft etwas aufwendiger sind, läuft ein klassischer Taschendiebstahl meist ganz unspektakulär in drei Phasen ab:

  • Auswahl: Der Dieb sucht sich ein „Opfer“: jemanden mit einem Rucksack auf dem Rücken, einem aus der Hosentasche ragenden Handy oder einer Tasche, die nicht verschlossen ist.
  • Ablenkung: Der Dieb erzeugt eine kleine, harmlose Ablenkung. Dies geschieht häufig durch körperlichen Kontakt. Sie werden auf einer Rolltreppe „versehentlich“ angerempelt oder jemand lehnt sich in einem überfüllten Bus an Sie. Manchmal stellt die Person auch eine Frage („Wie spät ist es?“, „Wo geht es zum Strand?“, oder Ähnliches).
  • „Zugriff“: In dem Moment, in dem der Kontakt stattfindet, konzentriert sich Ihr Gehirn auf das „Anrempeln“ oder die „Frage“. Während Sie abgelenkt sind, greift die Hand des Täters in Ihre Tasche oder Ihr Portemonnaie. Dies dauert nur wenige Sekunden, und der Dieb ist bereits wieder weg, bevor Sie überhaupt bemerken, dass etwas passiert ist.
HIER KLICKEN: So vermeiden Sie es, ein leichtes Ziel für Taschendiebe zu werden
  • Machen Sie es Dieben so schwer wie möglich: Taschendiebe suchen gezielt nach Opfern, die ihnen die Arbeit leicht machen. Tragen Sie Ihren Rucksack in Menschenmengen niemals auf dem Rücken, sondern vor dem Körper, wo Sie ihn im Blick haben. Lassen Sie Ihre Tasche nie offen stehen und bewahren Sie weder Ihr Handy noch Ihre Geldbörse in leicht zugänglichen Gesäßtaschen auf. Indem Sie solche einfachen Gelegenheiten vermeiden, werden Diebe Sie höchstwahrscheinlich zugunsten eines unvorsichtigeren Ziels ignorieren.
  • Schützen Sie Ihre „toten Winkel“: Wenn Sie sich in stark belebten Bereichen aufhalten, legen Sie Ihre Hand schützend über Ihre Schultertasche oder Hosentasche. Halten Sie Ihr Smartphone nicht offen in der Hand, sondern verstauen Sie es sicher. Falls Sie einen „versehentlichen“ Kontakt oder einen Rempler spüren, prüfen Sie sofort Ihre verwahrten Wertsachen, um sicherzugehen, dass noch alles an seinem Platz ist.
  • Bleiben Sie in Engstellen wachsam: Rolltreppen, Bustüren und überfüllte Ladeneingänge sind ideale Orte für Taschendiebe. Diese Bereiche erzeugen einen natürlichen „Engpass“, bei dem körperlicher Kontakt unvermeidbar erscheint. Sobald Sie sich in einer solchen Situation befinden, halten Sie Ihre Tasche oder Ihren Rucksack fest umschlossen und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Personen in Ihrer unmittelbaren Nähe, anstatt auf Ihre Umgebung.

Raffiniertere Betrugsmaschen

Einige Taschendiebe lassen sich sehr kreative Methoden einfallen, um an Ihr Geld oder Ihre Wertsachen zu gelangen. Damit Sie ihnen immer einen Schritt voraus sind, ist es hilfreich, hinter die Kulissen dieser „Inszenierungen“ zu blicken.

Die „Sandwich“-Methode

Die „Sandwich“-Methode ist ein klassisches Stück „Straßentheater“, das im Grunde nur eine etwas ausgefeiltere Version der bereits beschriebenen Ablenkungstaktik ist. Sie macht sich die Umgebung zunutze, etwa eine belebte Bushaltestelle auf Mallorca, einen überfüllten Bereich in Palmas Altstadt oder einen stark besuchten Markt. Es handelt sich um eine Teamarbeit, an der mindestens zwei Personen beteiligt sind: der „Blockierer“ (vor Ihnen) und der „Mechaniker“ (hinter Ihnen).

Vorgehensweise

  • Die Vorbereitung: Sie befinden sich an einem Engpass, etwa beim Einsteigen in einen überfüllten Bus, beim Betreten einer Rolltreppe oder Sie warten an einer Ampel an einer belebten Straße. Sie sind Teil einer ganz normalen, ungeduldigen Menschenmenge.
  • Die Ablenkung: Während Sie sich vorwärts bewegen, bleibt die Person direkt vor Ihnen (der „Blockierer“) plötzlich stehen. Vielleicht lässt sie ihre Schlüssel „fallen“ oder stolpert einfach. Da Sie in Bewegung sind, laufen Sie ihr zwangsläufig auf. Genau in dem Moment, in dem Sie auf die Person vor Ihnen prallen, stößt Ihnen die Person hinter Ihnen (der „Mechaniker“) „versehentlich“ in den Rücken. Möglicherweise entschuldigt sie sich sogar oder tut so, als wäre sie ebenfalls über die Verzögerung frustriert.
  • Der „Zugriff“: Während Sie zwischen beiden eingeklemmt sind und sich Ihre Aufmerksamkeit auf die Person vor Ihnen richtet, die den „Unfall“ verursacht hat, greift die Person hinter Ihnen in Ihre Gesäßtasche oder öffnet Ihren Rucksack. Sie spüren deren Hand nicht, weil Ihr Körper den physischen Druck durch das „Eingequetschtsein“ in der Menge bereits erwartet. Innerhalb von Sekunden hat der „Mechaniker“ Ihr Handy oder Ihre Geldbörse. Oft reicht er das Diebesgut sofort an einen dritten Komplizen weiter, der in eine andere Richtung davonläuft. Selbst wenn Sie also bemerken, dass etwas nicht stimmt, hat die Person, die Sie „angerempelt“ hat, nichts Belastendes bei sich.
KLICKEN SIE HIER: So können Sie verhindern, der „Sandwich-Masche zum Opfer zu fallen
  • Treten Sie zur Seite: Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie von beiden Seiten zu dicht bedrängt werden, bleiben Sie einfach stehen und treten Sie zur Seite, um die Leute „vorbeizulassen“. Ein echter Passant wird an Ihnen vorbeigehen; ein Taschendieb-Team wird plötzlich das Interesse verlieren oder verwirrt wirken, da ihr Plan durchkreuzt wurde.
  • Der Hand-Check: Falls die „Zur-Seite-Treten“-Methode nicht möglich ist, zum Beispiel beim Einsteigen in einen Bus oder Zug, legen Sie eine Hand fest auf Ihre Geldbörse (sofern diese in einer Vordertasche steckt) oder halten Sie Ihre Tasche schützend vor Ihre Brust.
  • Die „Lücken“-Strategie: Versuchen Sie auf Rolltreppen, mindestens zwei Stufen Abstand zwischen sich und die Person vor Ihnen zu bringen. Wenn sich jemand direkt hinter Sie drängen will, obwohl eigentlich genug Platz vorhanden wäre, sollten Sie sofort hellhörig werden.

Der „Vogelkot“-Trick

Dies ist eine altbekannte Methode, die in vielen Ländern angewandt wird. Sie ist auch unter dem Namen „Wisch-und-Weg“- Trick bekannt.

Vorgehensweise

  • Die Vorbereitung: Sie gehen eine Straße entlang oder sitzen auf einer Bank. Plötzlich spüren Sie etwas Feuchtes auf Ihrer Schulter, Ihrem Rücken oder in Ihren Haaren. Ein Fremder (der „barmherzige Samariter“) eilt auf Sie zu, zeigt auf Sie und ruft etwas wie „¡Pájaro!“ (Vogel!) oder „Schau mal, Vogelkot!“. Die Substanz ist meist eine Mischung aus Senf, weißer Farbe oder sogar zerkauten Keksen und Wasser, die aus einer versteckten Flasche auf Sie gespritzt wurde.
  • Die Ablenkung: Während Sie damit beschäftigt sind, die „Bescherung“ zu begutachten, ist der Samariter bereits mit Taschentüchern oder Feuchttüchern zur Stelle. Er fängt an, Ihnen beim Saubermachen zu „helfen“, indem er Ihre Jacke abwischt oder Ihre Schultern säubert.
  • Der „Zugriff“: Während er den falschen Fleck „wegschrubbt“, tastet er in Wirklichkeit Ihre Taschen ab. Er bietet Ihnen vielleicht sogar an, Ihre Jacke auszuziehen, um sie „besser reinigen“ zu können. Während Ihre Aufmerksamkeit voll und ganz auf den Fleck gerichtet ist, gleiten seine Hände (oder die eines Komplizen) in Ihre Taschen oder greifen nach dem Rucksack, den Sie möglicherweise abgestellt haben, um sich um das Malheur zu kümmern. Da die Person Ihnen beim Reinigen „hilft“, interpretieren Sie die Berührungen nicht als Bedrohung. Die Täter verschwinden mit Ihrem Portemonnaie, Ihrem Handy oder wertvollem Schmuck (wie etwa einer Halskette, die beim „Abwischen“ Ihres Nackens unbemerkt geöffnet wurde). Sie sind für die Hilfe dankbar, bis Sie kurze Zeit später bemerken, dass Ihre Wertsachen weg sind.
KLICKEN SIE HIER um herauszufinden, wie Sie den Vogelkot-Trick vermeiden
  • Lassen Sie sich nicht durch den Überraschungsmoment überrumpeln: Wenn Sie plötzlich von etwas getroffen werden, sollte Ihr erster Instinkt sein, Abstand zu allen Personen in Ihrer unmittelbaren Nähe zu gewinnen.
  • Die „Kein-Kontakt“-Regel: Wenn ein Fremder mit Taschentüchern auf Sie zukommt, sagen Sie bestimmt „Nein, danke“ oder „No, gracias“ und gehen Sie weiter. Erlauben Sie niemandem, Ihre Kleidung zu berühren oder Ihnen beim Ausziehen der Jacke zu helfen.
  • Suchen Sie einen „sicheren Ort“ auf: Gehen Sie in ein nahegelegenes Café, eine Hotel-Lobby oder eine öffentliche Toilette, um sich dort zu säubern. Versuchen Sie niemals, den Fleck direkt auf dem Gehweg zu reinigen, da Sie dort besonders angreifbar sind.

Die „Umarmungsmasche“

Dies ist eine weitere häufig praktizierte Betrugsmasche, bei der die Täter vorgetäuschte körperliche Zuneigung nutzen, um hochwertige Schmuckstücke, Uhren oder Geldbörsen zu stehlen.

Vorgehensweise

  • Die Vorbereitung: Sie spazieren durch ein belebtes Touristengebiet (z. B. in der Nähe der Kathedrale oder auf einer Strandpromenade). Eine fremde Person kommt auf Sie zu und tut so, als wäre sie ein überaus fröhlicher, möglicherweise angetrunkener Tourist, der Sie eventuell für einen lange verschollenen Freund hält. Die Person wirkt meist herzlich, laut und voller Energie.
  • Die Ablenkung: Die Person initiiert eine „Umarmung“ oder einen anderen körperlichen Kontakt. Sie schlingt möglicherweise die Arme um Sie, klopft Ihnen auf den Rücken oder versucht, mit Ihnen zu „tanzen“. Der Körperkontakt ist intensiv und bewusst überwältigend; er soll Sie in Verlegenheit bringen und Sie ablenken.
  • Der „Zugriff“: Während Sie in diese aggressive Form der Zuneigung verwickelt sind, arbeiten die Hände des Betrügers mit Präzision. Er öffnet den Verschluss Ihrer Halskette, zieht Ihnen die Uhr vom Handgelenk oder greift in Ihre Hosentaschen. Da die Person Sie fest umschlungen hält, interpretiert Ihr Gehirn die Bewegungen als Teil der „Umarmung“ und nicht als Diebstahl. Wenn die Person Sie schließlich loslässt und Ihnen einen „schönen Tag“ wünscht, sind Ihre Wertsachen bereits verschwunden.

HIER KLICKEN: So vermeiden Sie es, auf diese Masche hereinzufallen

Die „Liebesumarmungs“-Masche ist deshalb so effektiv, weil sie soziale Normen gegen Sie verwendet: Es fühlt sich unhöflich an, jemanden abzuweisen, der so herzlich auf Sie zukommt, selbst wenn es ein völlig Fremder ist. Um nicht auf diesen Betrug hereinzufallen, müssen Sie bereit sein, Ihre natürliche Höflichkeit hintanzustellen. Um sich zu schützen, ist es wichtig, die frühen Warnsignale zu erkennen und eine strikte Grenze zu ziehen, noch bevor der Körperkontakt überhaupt beginnt.

  • Erkennen Sie das Warnsignal der „übertriebenen Freundlichkeit“: Dies ist der wichtigste Schritt. Wenn sich Ihnen ein Fremder mit einer intensiven, übermäßig vertrauten Energie nähert, laut lacht, tanzt oder versucht, sofort Körperkontakt aufzubauen, warten Sie nicht ab, was er will. Ihre Alarmglocken sollten läuten, sobald die Person in Ihre „persönliche Distanzzone“ (unter einen Meter Abstand) eindringt.
  • Nehmen Sie die „Kein-Kontakt“-Haltung ein: Wenn jemand mit offenen Armen auf Sie zueilt, zögern Sie nicht, ihn körperlich auf Distanz zu halten. Halten Sie Ihre Hände vor sich – das ist eine universelle Geste, die klar signalisiert: „Kommen Sie mir nicht näher.“ Sie müssen nicht aggressiv werden, aber Sie müssen bestimmt und kompromisslos auftreten.
  • Nutzen Sie Ihre Stimme als Barriere: Ein lautes, selbstbewusstes „Nein!“ oder „Fassen Sie mich nicht an!“ reicht oft aus, um den Betrug sofort zu beenden. Betrüger verlassen sich darauf, dass Sie durch den Überraschungseffekt schweigen, damit die „Inszenierung“ weitergehen kann. Indem Sie klar und laut sprechen, ziehen Sie die Aufmerksamkeit der Menschen in Ihrer Umgebung auf sich, genau das, was ein Taschendieb vermeiden will.
  • Das „Umdrehen und Gehen“: Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihnen jemand zu nahe kommt, bleiben Sie nicht einfach stehen, sondern drehen Sie sich um und gehen Sie in die entgegengesetzte Richtung. Indem Sie Ihren Weg ändern und sich von der Person entfernen, unterbrechen Sie deren Versuch, die Umarmung zu erzwingen.
  • Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl: Wenn sich das Verhalten eines Fremden „falsch“ oder „überzogen“ anfühlt, ist es das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch. Sie brauchen keinen logischen Grund, um jemandem aus dem Weg zu gehen. Wenn Sie sich unwohl fühlen, ist es besser, wegzugehen und als „unhöflich“ zu gelten, als dazubleiben und Ihre Wertsachen zu verlieren.

Die „Foto-Gelegenheits“-Masche

Diese Betrugsmasche nutzt eine im Urlaub nahezu alltägliche Situation aus: Sie befinden sich an einem wunderschönen Ort oder vor einer berühmten Sehenswürdigkeit und möchten ein Foto von sich machen lassen. Der Betrüger nutzt diese Situation schamlos aus: Während er Ihnen Hilfe beim Fotografieren anbietet, schafft er es gleichzeitig, Sie von Ihrem Rucksack abzulenken.

Vorgehensweise

  • Die Vorbereitung: Sie besuchen eine beliebte Sehenswürdigkeit oder einen Aussichtspunkt auf Mallorca und haben Ihre Kamera oder Ihr Handy in der Hand. Ein freundlicher Fremder, der oft wie ein anderer Tourist aussieht (der „Fotograf“), kommt auf Sie zu und bietet an: „Soll ich ein Foto von Ihnen machen?“. Die Person wirkt absolut hilfsbereit und harmlos.
  • Die Ablenkung: Sie stimmen zu und übergeben Ihr Handy oder Ihre Kamera. Der Fotograf lenkt Ihre volle Aufmerksamkeit auf sich: Er verbringt einen Moment damit, das Bild „einzurahmen“, und spricht mit Ihnen. Vielleicht bittet er Sie, „ein Stück nach links zu gehen“ oder „mehr zu lächeln“. All dies geschieht, damit Sie Ihren Fokus weiterhin nach vorne gerichtet lassen.
  • Der „Zugriff“: Während Sie für den Fotografen posieren, geht sein Komplize (der „Dieb“) hinter Ihnen vorbei. Da der Fotograf Sie abgelenkt hat und Ihren Blick auf die Kamera lenkt, bemerken Sie die Person, die direkt hinter Ihnen vorbeigeht, überhaupt nicht. Der Dieb öffnet den Reißverschluss Ihres Rucksacks und entnimmt Ihren Geldbeutel, Ihr Tablet oder Ihren Reisepass. Sobald das „Foto“ im Kasten ist, gibt Ihnen der Fotograf Ihr Gerät zurück, und beide verschwinden schnell in der Menge.
HIER KLICKEN: Wie kann ich vermeiden, ein Opfer der „Foto-Gelegenheits“-Masche zu werden?
  • Lehnen Sie Angebote von Fremden ab: Wenn eine fremde Person auf Sie zukommt und anbietet, ein Foto von Ihnen zu machen, lehnen Sie höflich, aber bestimmt ab. Ein einfaches „Nein, danke, wir brauchen kein Foto“, während Sie weitergehen, genügt vollkommen.
  • Suchen Sie sich selbst jemanden aus: Wenn Sie tatsächlich gerne ein Foto von sich haben möchten, fragen Sie einen anderen Touristen, der erkennbar zu einer Familiengruppe gehört, oder ein älteres Paar, also Personen, die mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit Teil eines kriminellen Netzwerks sind.
  • Tragen Sie Ihren Rucksack vor dem Körper: Bevor Sie eine Aktivität beginnen, bei der Sie stehen bleiben und abgelenkt sind, sei es das Posieren für ein Foto, das Studieren eines Stadtplans oder das Betrachten eines Schaufensters, stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Rucksack vom Rücken nach vorne nehmen, denn dort haben Sie ihn jederzeit im Blick.

Der „Ticketautomaten-Helfer“

Ticketautomaten sind aus zwei Gründen ein beliebter Ort für Taschendiebe und Betrüger: Sie sind für Touristen oft kompliziert zu bedienen, und man muss dort in der Regel seine Geldbörse, die Bankkarte oder Bargeld herausholen. Bei diesem Betrug steht viel auf dem Spiel, denn der Täter hat es auf Ihre Karte und die dazugehörige PIN abgesehen, um damit unmittelbar an einem Geldautomaten Bargeld abzuheben.

Vorgehensweise

  • Die Vorbereitung: Sie stehen an einem Ticketautomaten (z. B. am Flughafen oder Bahnhof) und haben Schwierigkeiten mit der Bedienung. Ein „hilfsbereiter Einheimischer“ oder „Mitreisender“ stellt sich sehr nah zu Ihnen und bietet an, Ihnen die Bedienung zu erklären oder Ihnen zu zeigen, welche Tasten Sie drücken müssen. Wenn Sie den Bezahlbildschirm erreichen, bleibt der „Helfer“ direkt neben Ihnen stehen. Während er so tut, als würde er auf den Bildschirm zeigen, beobachtet er in Wahrheit Ihre Tastatureingaben, um sich Ihre PIN einzuprägen.
  • Die Ablenkung: Jetzt hat der Täter zwar Ihre PIN, aber er benötigt noch Ihre Karte. Sobald Sie diese wieder in Ihre Tasche, Ihren Beutel oder Ihren Rucksack gesteckt haben, erzeugt eine zweite Person (der Komplize) eine Ablenkung, indem sie z. B. Münzen vor Ihnen fallen lässt oder Sie anrempelt.
  • Der „Zugriff“: In diesem kurzen Moment der Verwirrung nutzt der „Helfer“ ein geschicktes Ablenkungsmanöver, um Ihnen die Karte zu entwenden. Jetzt besitzt er sowohl Ihre Karte als auch Ihre PIN. Er wird sich umgehend zum nächsten Geldautomaten begeben, um das Tageslimit abzuheben, noch bevor Sie überhaupt merken, dass Ihre Karte fehlt.
HIER KLICKEN: Erfahren Sie, wie Sie sich gegen die „Ticketautomaten-Helfer“-Masche wappnen
  • Definieren Sie eine „No-Go“-Zone: Wenn Ihnen jemand zu nahe tritt, während Sie einen Ticketautomaten benutzen, brechen Sie den Vorgang sofort ab. Wenn die Person hartnäckig bleibt, gehen Sie weg. Ein echter Mitreisender wird Ihre Privatsphäre respektieren; ein Betrüger wird versuchen, den Abstand zu verringern.
  • Abschirmung Ihrer PIN: Decken Sie das Tastenfeld immer mit Ihrer freien Hand oder Ihrem Körper ab, während Sie Ihre PIN eingeben. Wenn Sie das Tastenfeld nicht verdecken können, geben Sie Ihre PIN nicht ein.
  • Lehnen Sie „Hilfsangebote“ ab: Wenn ein Fremder auf Sie zukommt, selbst wenn er wie ein anderer Tourist aussieht oder ein Namensschild trägt, lehnen Sie seine Hilfe höflich, aber bestimmt ab.
  • Lassen Sie sich nicht ablenken: Wenn jemand in Ihrer Nähe Münzen fallen lässt, Sie anrempelt oder unmittelbar nach Abschluss Ihres Ticket-Kaufs ein Gespräch mit Ihnen beginnt, gehen Sie nicht darauf ein. Dies ist die klassische „Zugriffsphase“. Gehen Sie weiter, halten Sie Ihre Tasche gut fest und begeben Sie sich direkt zu Ihrem Zug oder Bus.
  • Die goldene Regel für Ticketautomaten: Wenn Sie sich bei der Bedienung eines Automaten unsicher sind, suchen Sie nicht Hilfe bei Fremden. Suchen Sie stattdessen nach einem Mitarbeiter in offizieller Uniform oder gehen Sie zum Fahrkartenschalter. Wenn kein Personal in der Nähe ist, ist es weitaus sicherer, einen Zug zu verpassen, als Ihre Bankkarte und die dazugehörige PIN zu verlieren.

Die „Klemmbrett“- oder „Stadtplan“-Masche

Sowohl beim „Klemmbrett-“ als auch beim „Stadtplan-Trick“ dient der jeweilige Gegenstand als physischer Sichtschutz, um einen Taschendiebstahl zu ermöglichen. Ziel ist es, eine kontrollierte Umgebung zu schaffen, in der Ihre Sicht behindert und Ihre Privatsphäre verletzt wird, damit der Täter unbemerkt auf Ihre Wertsachen zugreifen kann.

Vorgehensweise

  • Die Vorbereitung: Ein Betrüger kommt mit einem Klemmbrett oder einem großen Blatt Papier auf Sie zu. Er bittet um eine Unterschrift oder darum, kurz Zeit für eine „Umfrage“ oder „Petition“ zu erübrigen. Alternativ nähert sich der Betrüger mit einem großen, auseinandergefalteten Stadtplan, um Sie nach dem Weg zu einer bestimmten Sehenswürdigkeit oder Straße zu fragen.
  • Die Ablenkung: Während Sie sich auf das Anliegen konzentrieren, hält der Betrüger das Klemmbrett oder den Stadtplan auf Brust- oder Bauchhöhe und neigt ihn schräg nach oben in Richtung Ihres Gesichts. Dies schafft einen „Sichtschutz“, der die Hände des Betrügers (oder die eines Komplizen) verbirgt.
  • Der „Zugriff“: Da Ihr Sichtfeld blockiert und Ihre Aufmerksamkeit durch die Wegbeschreibung oder das Lesen bzw. Unterschreiben der Petition abgelenkt ist, hat ein Komplize oder der Betrüger selbst mit der verborgenen Hand ungehinderten Zugriff auf Ihre Handtasche oder Ihre Hosentaschen. Das Klemmbrett oder der Stadtplan „schirmen“ die Machenschaften der Betrüger effektiv sowohl vor Ihnen als auch vor unbeteiligten Passanten ab.
HIER KLICKEN: Wie schützen Sie sich vor der Klemmbrett- oder Stadtplan-Masche?
  • Halten Sie ein Auge auf Ihre Umgebung: Nehmen Sie sich in stark frequentierten Touristengebieten einen Moment Zeit, um die Menschen an Straßenecken oder Verkehrsknotenpunkten zu betrachten. Wenn Sie Personen sehen, die dort mit Klemmbrettern oder Stadtplänen herumstehen, meiden Sie diese Straßenseite.
  • Bleiben Sie in Bewegung: Bleiben Sie nicht stehen, wenn jemand auf Sie zukommt. Ein höfliches, aber bestimmtes „Nein, danke“ oder „Tut mir leid, ich kann nicht helfen“, während Sie Ihr Tempo beibehalten, reicht in der Regel aus, um die Betrüger abzuschrecken.
  • Halten Sie Abstand: Falls Sie sich verpflichtet fühlen zu helfen, wahren Sie Distanz und lassen Sie nicht zu, dass man Ihnen den Stadtplan oder das Klemmbrett näher bringt. Halten Sie mindestens eine Armlänge (oder mehr) Abstand zu jedem, der versucht, Ihnen etwas zu zeigen.
  • Hände weg: Greifen Sie niemals nach dem Stadtplan oder Klemmbrett. Behalten Sie stattdessen Ihre Hände an Ihrer Tasche oder Ihrem Rucksack.
  • Vertrauen Sie Ihrem Instinkt: Wenn sich das Verhalten einer Person „falsch“ oder zu aufdringlich anfühlt, gehen Sie sofort weg, ohne sich Gedanken darüber zu machen, ob Sie unhöflich wirken könnten. Ihre Sicherheit hat Vorrang vor Höflichkeit.

Die „Tischdecken“-Masche

Dieser Betrug ist besonders raffiniert, weil er die trügerische Sicherheit einer Café-Terrasse gezielt ausnutzt, um Sie in einer eigentlich entspannten Situation bestehlen zu können.

Vorgehensweise

  • Die Vorbereitung: Sie entspannen auf einer Café- oder Restaurantterrasse im Freien und genießen ein Getränk oder eine Mahlzeit. Ihr Handy, Ihre Sonnenbrille oder Ihr Portemonnaie liegen auf dem Tisch vor Ihnen. Ein Fremder nähert sich Ihrem Tisch, oft mit einem größeren Gegenstand wie einem Stadtplan, einem Stapel Zeitungen oder einem Kleidungsstück (z. B. einer Jacke).
  • Die Ablenkung: Der Betrüger legt seinen Gegenstand (den Stadtplan, die Zeitschrift oder die Jacke) direkt über Ihre Wertsachen auf dem Tisch. Er spricht Sie an, fragt nach dem Weg zu einer Sehenswürdigkeit, versucht Ihnen eine Zeitschrift zu verkaufen oder fragt Sie nach der Uhrzeit.
  • Der „Zugriff“: Während Sie durch das Gespräch abgelenkt sind, schiebt der Betrüger seine Hand unter den Gegenstand, den er auf dem Tisch platziert hat. Mit geübter Geschwindigkeit „wischt“ er Ihr Handy oder Ihre Geldbörse in die Falten des Gegenstands oder direkt in seine andere Hand. Anschließend bedankt er sich höflich für Ihre Zeit (oder entschuldigt sich für die Störung) und geht weg. Den Gegenstand und Ihr Eigentum nimmt er einfach mit. Sie stellen erst fest, dass etwas fehlt, nachdem die Person bereits gegangen ist.
HIER KLICKEN: So vermeiden Sie die „Tischdecken“-Masche.
  • Die goldene Regel: Nichts auf Ihre Sachen legen lassen: Lassen Sie niemals zu, dass jemand, sei es mit einem Stadtplan, einer Zeitung oder einem Kleidungsstück, etwas über Ihre persönlichen Gegenstände legt. Wenn sich eine fremde Person mit einem größeren Gegenstand Ihrem Tisch nähert, legen Sie sofort Ihre Hände über Ihr Handy oder Ihre Geldbörse oder stecken Sie diese umgehend in Ihre Tasche.
  • Lassen Sie keine Wertgegenstände auf dem Tisch liegen: Vermeiden Sie es, Ihr Handy, Ihre Geldbörse oder Ihr Portemonnaie offen auf dem Tisch liegen zu lassen. Für opportunistische Diebe sind diese Gegenstände ein verlockendes Ziel. Wenn Sie Ihr Handy unbedingt auf dem Tisch haben müssen, legen Sie es auf die Seite des Tisches, die Ihrem Körper am nächsten ist, nicht auf die Seite zum Gehweg hin. Noch besser: Bewahren Sie Ihr Handy in der Hosentasche oder in einer sicheren Tasche auf.
  • Seien Sie wachsam bei „auffälligen“ Fremden: Seien Sie besonders vorsichtig bei Personen, die übermäßig enthusiastisch, aggressiv oder hartnäckig auftreten, während sie einen Stadtplan vor Ihnen ausbreiten oder versuchen, Ihnen etwas zu verkaufen. Diese „Inszenierung“ dient dazu, Ihre Aufmerksamkeit vollständig auf den „Auftritt“ zu lenken, während der Fremde Ihre Wertsachen an sich nimmt.

Hauptzielgruppen der Taschendiebe

Straßenkriminelle vermeiden unnötige Risiken und versuchen gleichzeitig, ihre illegalen Einnahmen in kürzester Zeit zu maximieren. Daher gehen sie bei der Wahl ihrer Opfer sehr selektiv vor und haben es gezielt auf jene abgesehen, die sie als besonders lukrative „leichte Beute“ wahrnehmen.

Wer ist ein „leichtes Ziel“?

Taschendiebe achten bei der Suche nach ihren Opfern meist auf eines oder mehrere der folgenden „Anzeichen für mangelnde Aufmerksamkeit“:

  • Die Unaufmerksamen: Ob beim Blick auf das Handy, beim Studium eines Stadtplans oder beim Posen für ein Selfie: Wer völlig auf sein Gerät konzentriert ist, blendet das Umfeld aus und wird dadurch zur leichten Beute.
  • Die „Reise-Gestressten“: Menschen, die durch Flughäfen oder Busbahnhöfe hetzen und dabei mit Gepäck, Tickets und Reisepässen hantieren. Dieser hohe Stresszustand führt zu einem kognitiven Tunnelblick.
  • Die „Nachlässigen“: Personen, die ihre Geldbörse in der Gesäßtasche tragen, ihr Handy achtlos auf einen Café-Tisch legen oder in Menschenmengen einen Rucksack tragen, der offen ist oder auf dem Rücken getragen wird.
  • Die „Prunkvollen“: Touristen, die auffälligen Schmuck oder Designerkleidung tragen. Obwohl die Straßen auf Mallorca grundsätzlich sicher sind, markiert das Zurschaustellen von Luxusartikeln Sie als lohnenswertes Ziel für Diebe.
  • Die „Orientierungslosen“: Besucher, die verwirrt wirken und mitten auf einem belebten Gehweg stehen bleiben, um sich zu orientieren.

So machen Sie es Taschendieben schwer

Taschendiebe suchen stets den Weg des geringsten Widerstands. Auch wenn man im Urlaub nicht immer verbergen kann, dass man Tourist ist, oder hin und wieder gestresst oder orientierungslos wirkt, können Sie sich wirksam schützen. Indem Sie einige einfache Sicherheitsregeln befolgen, werden Sie für Diebe zu einem unattraktiven Ziel.

Allgemeine Regeln

  • Reisen Sie mit leichtem Gepäck: Nehmen Sie nur das für den Tag Notwendige mit. Bewahren Sie Ihren Reisepass, zusätzliche Kreditkarten und größere Mengen Bargeld sicher im Hotelsafe auf.
  • Kleiden Sie sich schlicht: Vermeiden Sie das Tragen von teurem Schmuck oder auffälliger Designerkleidung, selbst wenn es sich um Nachahmungen handelt. Ziel ist es, sich in die lokale Umgebung einzufügen, anstatt aufzufallen.
  • Sichern Sie Ihre Taschen: Verwenden Sie Taschen, die sich sicher verschließen lassen, am besten mit robusten Reißverschlüssen, und achten Sie darauf, dass diese unterwegs immer vollständig geschlossen sind. Vermeiden Sie Taschen mit leicht zu öffnenden Magnetverschlüssen oder offenen Designs.
  • Bleiben Sie wachsam: Genießen Sie Ihren Urlaub in vollen Zügen, aber bewahren Sie sich dabei die Aufmerksamkeit, die Sie auch von zu Hause kennen. Behalten Sie Ihr Umfeld im Blick und achten Sie auf die Menschen in Ihrer Nähe. Entspannung ist wichtig, doch ein wachsamer Blick bleibt Ihr bester Schutz.

Auf der Straße und an öffentlichen Orten

  • Passen Sie sich an: Minimieren Sie „Touristen-Signale“. Vermeiden Sie es, Kameras um den Hals zu tragen oder mit einem aufgeschlagenen Stadtplan in den Händen umherzulaufen. Falls Sie sich nicht sicher sind, wo es lang geht, treten Sie zur Orientierung kurz zur Seite: Prüfen Sie Karten oder Ihr Handy lieber an einem ruhigen Platz statt mitten im dichten Passantenstrom.
  • Achten Sie auf Ihre Wertsachen: Bewahren Sie Ihr Handy und Ihre Geldbörse in den vorderen Taschen auf. Für zusätzliche Sicherheit empfiehlt sich eine Gürteltasche oder ein verdeckter Brustbeutel unter der Kleidung, in dem Sie Ihren Reisepass und Notfallbargeld unsichtbar aufbewahren können.
  • Lassen Sie sich nicht aufhalten: Wenn eine fremde Person versucht, in einer belebten Gegend ein Gespräch zu beginnen oder Ihren Weg zu blockieren, bleiben Sie nicht stehen. Gehen Sie weiter. Höflichkeit ist keine Pflicht, wenn es um Ihre persönliche Sicherheit geht.
  • Rucksack vor dem Körper: Tragen Sie Ihren Rucksack in dichten Menschenmengen, etwa in Warteschlangen oder auf Märkten, am besten vor dem Körper.
  • Hand auf die Tasche: Wenn Sie eine Umhängetasche oder Handtasche tragen, halten Sie in Menschenmengen stets eine Hand fest auf dem Riemen oder über dem Reißverschluss.

In Cafés und Restaurants

  • Lassen Sie keine Wertsachen auf dem Tisch liegen: Legen Sie Handy, Portemonnaie oder Geldbörse niemals offen auf den Tisch. Ein vorbeilaufender Dieb braucht nur einen Sekundenbruchteil, um zuzugreifen oder die Gegenstände mit der „Tischdecken-Masche“ unbemerkt verschwinden zu lassen.
  • Sichern Sie Ihre Tasche: Hängen Sie Ihre Tasche keinesfalls über die Stuhllehne, wo sie außer Sichtweite und leicht zugänglich ist. Behalten Sie sie auf dem Schoß. Ist sie zu groß, stellen Sie sie auf den Boden zwischen Ihre Füße und schlingen Sie sich den Riemen fest um ein Bein.
  • Vermeiden Sie es, Ihre Wertsachen „anzukündigen“: Wenn Sie bezahlen, versuchen Sie, nicht den gesamten Inhalt Ihres Portemonnaies preiszugeben. Ein prall gefülltes Portemonnaie mit vielen Geldscheinen und Kreditkarten signalisiert Beobachtern, dass es sich bei Ihnen um ein lohnenswertes Ziel handelt. Bewahren Sie stattdessen einen kleinen Geldbetrag oder Ihre Hauptzahlungskarte in einer separaten, leicht zugänglichen Tasche auf.

Reise-Know-how: So bereiten Sie sich auf den Notfall vor

Selbst mit den besten Vorkehrungen kann man, wie überall auf der Welt, nie zu 100 % ausschließen, dass während des Mallorca-Urlaubs etwas passiert. Manchmal hat man einfach Pech. Mit diesen Vorbereitungen sorgen Sie dafür, dass ein möglicher Diebstahl zumindest nicht in einer Katastrophe endet.

  • Sichern Sie wichtige Dokumente: Erstellen Sie einen sicheren digitalen Ordner (über einen verschlüsselten Cloud-Dienst wie iCloud oder Google Drive) mit hochwertigen Fotos Ihres Reisepasses, Ihrer Flugtickets, der Reiseversicherungsunterlagen und aller wichtigen Rezepte. Sollte Ihre Tasche gestohlen werden, haben Sie von jedem Gerät aus sofort Zugriff auf diese Unterlagen.
  • Halten Sie die Kontaktdaten Ihrer Bank griffbereit: Wenn Ihre Karte gestohlen wird, zählt jede Minute. Je schneller Sie Ihre Karte sperren, desto geringer ist die Chance für Diebe, Geld abzuheben oder Einkäufe zu tätigen. Am schnellsten geht dies über Ihre Mobile-Banking-App. Machen Sie sich damit vertraut, wo Sie den Button zum „Kartensperren“ oder „Karte als verloren/gestohlen melden“ finden. Falls Sie kein Mobile-Banking nutzen oder Ihr Handy ebenfalls gestohlen wurde, bewahren Sie die Telefonnummer Ihrer Bank griffbereit auf.
  • Legen Sie ein „Notfall-Depot“ an: Tragen Sie niemals alle Karten und Bargeld bei sich. Bewahren Sie Ihre Haupt-Debit-/Kreditkarte in einer sicheren Tasche auf, aber deponieren Sie eine Ersatzkreditkarte und eine kleine Menge Notfallbargeld an einem separaten, versteckten Ort (idealerweise im Hotelsafe).
  • Versicherungsschutz prüfen: Lesen Sie Ihre Reiseversicherungspolice durch, um sicherzustellen, dass „persönliche Gegenstände“ und „Diebstahl“ abgedeckt sind. Speichern Sie die Notfallnummer in Ihrem Handy und bewahren Sie eine Kopie davon separat auf. Die meisten Versicherer bieten 24/7-Hotlines speziell für Reisende an.
  • Gerätedaten notieren: Notieren Sie sich die IMEI-Nummer Ihres Handys (geben Sie auf Ihrem Telefon *#06# ein, um diese zu sehen). Wenn Ihr Handy gestohlen wird, benötigen Sie diese Nummer für die Polizei und Ihren Mobilfunkanbieter. Notieren Sie sich auch die Seriennummern anderer teurer Geräte, die Sie mitnehmen (z. B. Tablet, Smartwatch, Kopfhörer usw.). Dies ermöglicht es der Polizei, das spezifische Gerät als gestohlen in nationalen Datenbanken zu erfassen. Zudem verlangen Versicherungen oft die Seriennummer, um Schadensfälle für hochwertige Gegenstände zu bearbeiten.
  • Fernzugriff aktivieren: Stellen Sie sicher, dass die Dienste „Mein Gerät finden“ (Android) oder „Mein iPhone suchen“ (Apple) auf Ihrem Mobiltelefon aktiviert sind. Damit können Sie Ihr Handy orten, sperren oder sogar aus der Ferne Daten löschen.
  • AlertCops herunterladen: Laden Sie vor Ihrer Abreise die offizielle App „AlertCops“ herunter (verfügbar im App Store und bei Google Play). Diese vom spanischen Innenministerium entwickelte App ist ein unverzichtbares Werkzeug für Besucher mit einer Vielzahl an Funktionen. Wenn Sie sich beispielsweise in unmittelbarer Gefahr befinden, können Sie einen Notruf absetzen, der Ihren genauen GPS-Standort direkt an die nächstgelegene Polizeizentrale übermittelt. Sollten Sie Zeuge eines Verbrechens werden oder in einen Vorfall verwickelt sein, können Sie die App nutzen, um Informationen oder Fotos direkt an die Polizei zu senden.

Was tun, wenn Sie auf Mallorca Opfer eines Diebstahls werden?

Sollte das Schlimmste eintreten, versuchen Sie Ruhe zu bewahren. Die mallorquinischen Behörden sind bestens darin geschult, Touristen in solchen Situationen zu unterstützen. Der folgende Leitfaden zeigt Ihnen, welche Schritte Sie je nach Art des Diebstahls unternehmen sollten.

Sofortmaßnahmen

  • Konten sperren: Nutzen Sie Ihre Banking-App, um Ihre Karten unverzüglich sperren zu lassen. Falls Sie keinen Zugriff auf Ihr Handy haben, bitten Sie die Hotelrezeption oder eine vertrauenswürdige Person vor Ort, Ihnen bei der Kontaktaufnahme mit Ihrer Bank behilflich zu sein.
  • Gerät sperren: Verwenden Sie „Mein iPhone suchen“ oder „Mein Gerät finden“, um Ihr Handy aus der Distanz zu sperren oder zu löschen. So verhindern Sie, dass Unbefugte auf Ihre persönlichen Daten zugreifen.

Anzeige erstatten (die „Denuncia“)

  • Polizeibericht erstellen: Sie müssen eine Dienststelle der „Policía Nacional“ aufsuchen, um eine Denuncia (offizielle Strafanzeige) zu erstatten. Dies ist essenziell, da Ihre Reiseversicherung einen Schadensersatz ohne eine Kopie dieses amtlichen Dokuments ablehnen wird.
  • Die Touristen-Hotline: Falls Sie unsicher sind, wo sich die nächste Polizeidienststelle befindet, oder Rat zum weiteren Vorgehen benötigen, nutzen Sie die spezielle Polizei-Assistance-Hotline für Touristen: +34 902 102 112.

Weitere wichtige Schritte

  • Kontaktieren Sie Ihr Konsulat: Falls Ihr Reisepass gestohlen wurde, setzen Sie sich umgehend mit Ihrem zuständigen Konsulat in Verbindung. Dort stellt man Ihnen ein vorläufiges Reisedokument aus, damit Sie Ihre Reise fortsetzen oder die Heimreise antreten können.
  • Informieren Sie Ihre Versicherung: Sobald Sie die Denuncia und das polizeiliche Aktenzeichen vorliegen haben, kontaktieren Sie Ihre Reiseversicherung, um den Schadensfall für Ihre gestohlenen Gegenstände zu melden.
  • Benachrichtigen Sie Ihren Mobilfunkanbieter: Melden Sie den Diebstahl Ihres Handys Ihrem Netzbetreiber. Dieser kann Ihre SIM-Karte sperren, um weitere Anrufe, Textnachrichten oder die Datennutzung zu unterbinden. Über die IMEI-Nummer kann der Anbieter zudem Ihr Gerät auf eine schwarze Liste setzen. Dadurch wird das Handy für Verbindungen zu Mobilfunknetzen gesperrt und ist somit als Telefon in vielen Ländern unbrauchbar. Dies mindert den Wiederverkaufswert auf dem Schwarzmarkt erheblich.

Informieren Sie Ihr Hotel

Teilen Sie den Vorfall der Hotelrezeption mit. Das Personal dort ist mit den lokalen polizeilichen Abläufen vertraut; man kann Ihnen dort den Weg zur nächsten Polizeidienststelle zeigen oder Sie bei der Übersetzung Ihrer Anzeige unterstützen.


Kurzübersicht: Wichtige Notfallkontakte

Bewahren Sie diese Informationen griffbereit auf, sei es digital oder ausgedruckt. Wenn Sie diese Tabelle als gedruckte Notfallhilfe nutzen möchten, tragen Sie auch die Telefonnummern Ihrer Bank, Ihres Mobilfunkanbieters, Ihrer Versicherung sowie Ihres Konsulats ein.

SERVICEKONTAKTDATEN
Notruf (Allgemein)112 (kostenlos, mehrsprachig)
Touristenpolizei (Englischsprachig)+34 902 102 112
Örtliche Polizei (Policía Local)092
Staatliche Polizei (Policía Nacional)091
Offizielle Anzeige-AppAlertCops (erhältlich im App/Play Store)
Fernzugriff Handy (Android)google.com/android/find
Fernzugriff Handy (Apple)icloud.com/find
Bank (Sperrhotline)
Mobilfunkanbieter
Versicherung (Notfallnummer)
Konsulat
Notfallkontakte – www.palmaairport.info

Konsulate in Palma de Mallorca/Spanien

LandAdresseKontaktdaten
Vereinigtes KönigreichCarrer Convent dels Caputxins 4, Edificio Orisba B, 4ºD, 07002 Palma+34 933 666 200 (Notfall) / Online-Kontaktformular
USAKonsularagentur (Teil der US-Botschaft in Spanien)+34 91 587 2200 (US-Botschaft Madrid)
IrlandC/ San Miguel 68, A-8º, 07002 Palma+34 971 719 244 / [email protected]
DeutschlandC/ Porto Pí 8, 3D, Palma+34 971 707 737 / [email protected]
ÖsterreichAvenida Jaume III 29, Entresuelo, 07012 Palma+34 971 425 146 / [email protected]
SchweizCarrer Gremi Cirurgians i Barbers 25, Edificio Generium, Bloque B, Planta 3, 07009 Palma+34 682 840 471 / [email protected]

Wichtiger Hinweis:

Honorarkonsulate haben in der Regel eingeschränkte Öffnungszeiten und ein begrenztes Dienstleistungsangebot. Sie sind primär für Notfälle zuständig (z. B. Ausstellung von vorläufigen Reisedokumenten). Bitte vereinbaren Sie immer vorab telefonisch einen Termin, da Besucher ohne Voranmeldung selten empfangen werden. Bei komplexen Anliegen ist die offizielle Botschaft Ihres Landes Ihre erste Anlaufstelle.

Ein kleiner Hinweis zum Schluss: Die meisten Besucher verbringen auf Mallorca eine völlig sorgenfreie Zeit. Wenn Sie ein waches Auge auf Ihre Umgebung haben, erleben Sie die Schönheit der Insel ganz entspannt und sicher.
Passen Sie auf sich auf und genießen Sie eine herrliche Urlaubszeit!


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